Die Unterstützung für UDMA/66 aktivieren
Bereits seit der Geburt von Windows 2000 wird es von einer ganz besonderen Kinderkrankheit begleitet: Es unterstützt keine Festplatten, die mit dem UltraDMA/66 Modus (oder höher) arbeiten und weist ihnen den wesentlich langsameren UltraDMA/33 Modus zu.
Bei DMA/66 kann eine Festplatte theoretisch bis zu 66 Megabyte in der Sekunde durch durch die Leitungen schieben. Mittlerweile gibt es Geräte mit bis zu 133 MB, was höchste Performance verspricht. Falls Sie noch Windows 2000 ohne Service Pack 1 haben (Also eine gekaufte Version ohne Updates), so sind Sie ebenfalls von diesem Fehler betroffen und können ihn folgendermaßen umgehen:
1. Klicken Sie auf “Start/Ausführen” und tragen Sie in die Befehlszeile “regedit” ein.
2. Hangeln Sie sich durch die Schlüssel “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\C urrentControlSet\Control\Class\{4D36E96A-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}\0000 ” und klicken Sie mit der rechten Maustaste ins rechte Teilfenster.
3. Wählen Sie aus dem erscheinenden Kontextmenü “Neu/DWORD Wert”. Diesen selbsterstellten Wert taufen Sie auf den Namen “EnableUDMA66
Nach einem Neustart wird die Festplatte wesentlich schneller laufen, die Zugriffe werden Kürzer und die allgemeine Performance steigt.
Den DMA Modus zur Optimierung der Leistung aktivieren
Windows leitet bei seinen Standardeinstellungen die Daten von der Festplatte oder des CD-ROM Laufwerkes über den Prozessor zum Arbeitsspeichr. Dies belastet den Prozessor, weil er nicht für diese Art von Rechnungen optimiert wurde und so verringert sich die Geschwindigkeit bei solchen Operationen (und das sind die meisten bei einem herkömmlichen Systemalltag) gewaltig. Neben geringen Übertragunszeiten ruckelt auch die Maus und das System kann instabil werden.
Hier schafft der DMA Modus (Direct Memory Access) Abhilfe da er, wie der Name schon sagt, die Daten direkt in den Arbeitsspeicher schaufelt und so den Prozessor weitgehend umgeht. Oftmals ist diese Einstellung eingeschaltet doch gerade bei manchen Systemen ist Windows nicht sicher, ob die Laufwerke diesen Modus unterstützen, was bei heutigen Rechnern garantiert der Fall ist. Ich empfehle generell den DMA Modus zu überprüfen bzw. zu aktivieren. Und so gehen Sie vor:
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf “Arbeitsplatz” und wählen Sie aus dem erscheinenden Kontextmenü den Eintrag “Eigenschaften”.
2. Wechseln Sie ins Register “Hardware” und klicken Sie nun auf “Geräte-Manager”. Doppelklicken Sie hier erst auf “IDE ATA/ATAPI Controller” und dann auf “Primärer IDE-Kanal” - wechseln Sie nun in “Erweiterte Einstellungen”.
3. Stellen Sie nun unter “Übertragungsmodus” auf “DMA, wenn verfügbar”.
Starten Sie nun ihren Rechner neu und kontrollieren Sie die Einstellungen - falls diese nun wieder auf “PIO Modus” stehen, so ist ihre Festplatte nicht DMA kompatibel, was aber nur bei älteren Modellen der Fall ist.
NTFS Festplatten beschleunigen: Alte Dateinamen deaktivieren
(Beachten Sie die Warnung unten, bevor Sie beginnen)
Die vielen Vorteile der Sicherheit und Geschwindigkeit bringen auch einen kleinen Nachteil mit sich. Das Lesen und Schreiben von Daten wird durch die Unterstützung für Windows 3.1/DOS Dateinamen, welche lediglich aus 8 Buchstaben bestehen, leicht verlangsamt. Diesen Hemmschuh können sie getrost ausziehen, wenn sie kein solches Betriebssystem nebenher verwenden oder nicht Mitglied eines Netzwerkes mit Windows 3.1/DOS Computern sind. Und so funktionierts:
(Beachten Sie die Warnung unten, bevor Sie beginnen)
1. Klicken sie nacheinander auf “Start” und wählen sie “Ausführen”. Sofort öffnet sich ein Fenster in dessen Befehlszeile sie “regedit” eintippen und mit “Ok” bestätigen.
2. Die Windows Registrierung tut sich auf. Hangeln sie sich Schritt für Schritt durch die folgenden Schlüssel: “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ CurrentControlSet\Control\FileSystem”.
3. Doppelklicken sie im rechten Teilfenster auf “NtfsDisable8Dot3NameCreation” und tragen sie in die erscheinende Befehlszeile eine “1” hinein.
Bestätigen sie nun mit “Ok” und starten sie ihren Computer neu, damit die Änderungen ihre Wirkung zeigen.
Warnung: Wir mussten feststellen, dass sich einige Benutzer über Schwierigkeiten mit DOS Programmen beklagen und folgende Fehlermeldungen zur Folge hatten:
Falls Sie noch des öfteren sehr alte Programme verwenden, welche auf die alte Dateischreibweise zurückgreifen so raten wir ihnen von diesem Tweak sehr ab, da er sich nicht mehr rückgängig machen lässt.
Besonders schwerwiegend ist diese Fehlermeldung, wenn man versucht den Via4in1 Treiber zu installieren, welcher die Konfiguration für Festplattencontroller sowie Mainboardsteuerung übernimmt. Installieren Sie also vorher diesen Treiber.
Die optimale Größe der Auslagerungsdatei für Sie
Die Auslagerungsdatei ist das Lebenselixier für Windows. Sie springt dann als nützlicher Helfer ein, wenn der Arbeitsspeicher zur Neige geht. Dies kann durch viele gleichzeitig geöffnete komplexe Anwendungen oder Spiele verursacht werden. Wenn sie diese Datei nicht auf ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen so verschenken sie das Leistungspotential ihres Computers. Eine schlecht konfigurierte Auslagerungsdatei bremst das System durch unnötige Rechenarbeit. Im Internet reist das Gerücht, dass jede Auslagerungsdatei dreimal so groß wie der Arbeitsspeicher sein muss, wie Warpgeschwindigkeit. Ich habe mich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt. So stellen sie die Auslagerungsdatei ein:
1. Klicken sie mit der rechten Maustaste auf "Arbeitsplatz" und wählen sie aus dem aufklappenden Kontextmenü den Eintrag "Eigenschaften". Navigieren sie sich nun nacheinander durch "Erweitert" > "Systemleistungsoptionen" > "Ändern" bis sie schließlich vor folgendem Fenster stehen:
2. Sie stehen nun vor der Auswahl der Festplatte auf der sich die Auslagerungsdatei befinden soll. Falls sie mehrere Platten in ihrem Computer haben, sollten sie stets die schnellere nehmen, damit bei Speicherengpässen ein flinker Zugriff auf die Datei gewährleistet ist. Mehr über Festplatten und ihre Geschwindigkeit erfahren sie hier.
Sie werden feststellen, dass Windows schon selbst eine Einstellung gewählt hat, da schon bestimmte Werte unter “Anfangsgröße” und “Maximale Größe” zu finden sind. Allerdings ist dies nicht nicht gerade optimal, da die dynamische Vergrößerung bzw. Verkleinerung der Auslagerungsdatei mehr Rechenzeit benötigt. Deshalb empfehle ich in beide Felder die gleichen Werte in Megabyte einzutragen.
Beispiel:
3. Nun gehen wir zur optimalen Größe für ihr System über. Sie müssen sich genau überlegen zu welchem der drei Profile sie gehören.
Standardnutzer: Sie benutzen den Computer hauptsächlich für die Arbeit mit Officeprogrammen wie z.B. Word oder zum surfen im Internet und empfangen von E-Mails. Auch schauen sie sich gerne mal einen Film nach der Arbeit an oder genehmigen sich ein älteres Spiel vom Kaliber eines Age of Empires, Siedler 3 oder Final Fantasy 8. Sie öffnen niemals mehr als 3-5 Programme gleichzeitig.
Anfangsgröße: 384MB
Maximale Größe: 384MB
Spieler: Sie verwenden ihren PC als Gamestation und besitzen mit hochwertiger Highend Hardware auch die nötige Rechenpower für aufwendige, komplexe und neue Spiele wie z.B. Aquanox oder Elite Force. Diese Spiele benutzen riesige Texturen, welche den Arbeitsspeicher schnell füllen und Windows zwingen den Rest des Systems auszulagern. Auch die restlichen Komponenten wie z.B. die Daten einer Karte, Geräuche, Musik, Sprachausgabe oder die künstliche Intelligenz können sehr zu Lasten des Speichers gehen, weshalb ich eine sehr große Auslagerungsdatei empfehle:
Anfangsgröße: 768MB
Maximale Größe: 768MB
Profi: Sie haben permanent mehrere komplexe Programme gleichzeitig geöffnet und arbeit mit Bild-, Video- und Tonbearbeitungsprogramme, welche während des Betriebes schon mindestens 512MB Arbeitsspeicher verlangen. Hier habe ich mich mit einigen Ton- und Videoprofis unterhalten, welche mir Ratschläge zur optimalen Auslagerungsdatei gaben. Auch meine eigenen Erfahrungen bei Bildbearbeitung und vielen geöffneten Programmen wie z.B. Webdesignanwendungen, MusicMaker und aufwendigen Spielen habe ich in die Wahl der Highenduser Auslagerungsdatei einfließen lassen:
Anfangsgröße: 1024MB
Maximale Größe: 1024MB
Nachdem sie die Werte entsprechend ihrem Profil geändert haben müssen sie noch auf “Ok” klicken und den Computer neustarten. Sie werden je nach ihrer Art der Arbeit einen gehörigen Leistungsschub feststellen.