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Was ist Adware / Spyware

Links mit AD- und Spywareverseuchten Programmen finden sie am Ende des Textes
( immer einen Blick wert)


Neben Webseiten, Providern und anderen Anbietern haben auch Programmautoren die Einnahmequelle der Werbung für sich entdeckt, u.a. auch als Reaktion auf eine abnehmende Zahlungsmoral im Sharewarebereich, aber auch als neues Konzept, dem sich sogar große Anbieter wie z.B. Corel bereits anschließen. Wogegen im Prinzip nichts einzuwenden ist, kann der Nutzer doch selbst entscheiden, in welchem Maße für ihn Werbung akzeptabel ist bzw. ab wann er ein derartiges Programm nicht mehr nutzen mag. Begegnet uns Werbung doch in allen Bereichen des Lebens...
Wo ist das Problem?
Leider gehen die "Roboter", die von den Programmen genutzt werden, die Werbung automatisch herunterzuladen und in dem Maße anzuzeigen, wie sie bezahlt werden, in ihrem Eifer offenbar weit über das vom Benutzer einsehbare Ausmaß hinaus.
Die Installation des Roboters erfolgt oft unerkannt vom Nutzer und zumeist bleibt er bei der Deinstallation des "Wirtsprogrammes" erhalten.
Die Roboter starten und laufen auch ohne dass das Wirtsprogramm aktiv ist oder auch nur war. Die Roboter starten automatisch mit dem System oder dem Browser, um stets im Hintergrund Werbung herunterzuladen, sozusagen prophylaktisch.
Zwar wird der Roboter bei DFÜ/ISDN erst nach Aufnahme einer Verbindung aktiv, kann diese aber unter Umständen aufrecht erhalten, wird sie nicht explizit getrennt.
Dabei werden Datenmengen aus dem Netz geladen, die kaum in einem realistischen Verhältnis zum Nutzen, also der angezeigten Werbung und dem Nutzwert des Wirtsprogrammes stehen können. Die c't sagt in Ausgabe 9/2000, Seite 30: "Binnen der ersten Minuten des Datenaustausches legt das Programm mehrere hundert Bannerdateien von jeweils einigen KByte auf der Festplatte ab."
Es werden auch eine nicht unerhebliche Menge an Daten vom eigenen Rechner zum Server des Werbeanbieters übertragen. Da es sich um selbsttätige Programme handelt, greifen die üblichen Schutzmechanismen der Browser natürlich nicht. Vorwürfe der Spionage und Einordnung dieser Roboter als "Trojaner" konnten bis dato allerdings nicht bestätigt werden...
Nachvollziehbar sind dagegen häufige Vorwürfe, dass diese Roboter in nicht unerheblichem Maße die Systemstabilität negativ beeinflussen. Häufigere, scheinbar unmotivierte Abstürze ließen laut diverser Nutzerberichte nach der Deinstallation wieder nach.

Den Werbe-Roboter loswerden?
Es gibt zwei Konzepte, das eine heißt, alle Internetzugriffe der entsprechenden Programme zu unterbinden, z.B. mit Hilfe der "Outpost Firewall", was auch die Funktionalität der Programme am ehesten gewährleistet. Trotzdem erfordert es zum einen die stetige Verwendung dieses "Blockers" und auch entsprechenden Sachverstand. Eine Entfernung der entsprechenden "Werberoboter" ist also immer noch eine wichtige Alternative. Hierzu bietet sich vor allem die gründlichen Programme "Ad-Aware" und Spybot Search and Destroy an. Trotzdem gehe ich hier noch einmal auf die entsprechende Werbesoftware gesondert ein:

Aureate/Radiate
Diese Firma hat auf die Vorwürfe in der Art reagiert, dass es zusätzlich zu den Deinstallationsroutinen der eigentlichen Software ein eigenes Programm, das Aureate/Radiate Remove Utility (84,0 KB) zur Verfügung stellt, welches nach Deinstallation der betroffenen werbefinanzierten Programme den Werberoboter komplett löschen soll. Trotzdem ist eine Reinigung mit dem Programm "Ad-Aware" empfehlenswerter.

Conducent/TimeSink
In alten Versionen wurde die unangenehme steige Laufzeit des Roboters durch das Programm TSADBOT.EXE geleistet. Die Lauffähigkeit des "Wirtsprogrammes" wurde zumeist nicht dadurch beeinflusst, wenn dieser Roboter entfernt wurde (s.u.). Aktuelle Versionen von "TimeSink" verzichten ganz auf die Installation dieses Roboters und somit läuft der Werbemechanismus nur, wenn auch das "Wirtsprogramm" aktiv ist. Dafür ist dann aber der verbleibende Mechanismus (soweit ich weiß) nicht entfernbar, ohne die Lauffähigkeit des "Wirtsprogrammes" zu beeinträchtigen.
Das Programm TSADBOT.EXE befindet sich im Ordner "TimeSink" innerhalb des "Programme"-Ordners bzw. dem entsprechenden Ordners. Da es automatisch aktiv wird, muss es erst beendet werden, um es löschen zu können. Hierzu löscht man in der Registrierung unter "\HKEY_LOCAL_MACHINE\ Software\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\ Run\" den Schlüssel "TimeSink Ad Client" (z.B. mit Hilfe des Startup Control Panel) und startet das System neu. Eine andere Möglichkeit ist das Beenden des Prozesses mit einem entsprechenden Programm (z.B. Another Task Manager) vor der Löschung.

Gator/GAIN
Soll es doch eigentlich ein nützliches Werkzeug sein, um im Browser das Ausfüllen häufiger benutzter Formulare zu automatisieren (was inzwischen die Browser selbst oder das ungefährliche KeyWallet auch können), so schickt es doch einige Informationen durch das Netz zur Werbefütterung durch das "Gator Advertising and Information Network" (GAIN). Eine Verknüpfung zwischen installierendem Programm (abgesehen von "Gator" selbst) und dem Werbe-Roboter sind nicht ersichtlich, eine Entfernung mit "Ad-Aware" scheint problemlos.

Web3000Kein anderer Werbeträger klinkt sich derart drastisch in das System ein, was (zumindest bei meinen Tests) auch zu drastischen Performance- Einbrüchen führte. Auch wirbt "Web3000" nicht in dem Programm, von dem es installiert wird, sondern klinkt sich in die Titel- und Statuszeile der Browser ein. Jede Beziehung zwischen Programm und Werbung geht also verloren. Eine Deinstallation gelingt am besten mit "Ad-Aware", aber z.B. bei dem Programm "NetSonic" hilft nur, dieses vorher auch komplett zu entfernen.

ICQ
Auch der weltweit beliebteste "Instant Messenger" beinhaltet plötzlich seit Version 2000b Werbung, und dies nicht nachvollziehbar seit Installation der aktuellsten Version, sondern diese Funktionalität wurde überraschend im laufenden Betrieb unangekündigt aktiviert. Zwar läuft hier der "Roboter" nur im Zusammenhang mit dem Programm, aber es ist wohl Sinn dieses Programmes, möglichst vollzeitig aktiviert zu sein. Die Routinen, die verwendet werden, sind ICQ-eigene, aber es ließ nicht lange auf sich warten, bis eine Anleitung zur Deaktivierung der Werbung in Netz zu finden war: Adbusters. Vorsicht, diese (englische) Anleitung ist eher etwas für den erfahreren Bastler. Die Entfernung der Werbung in der 2001b-Version ist noch in Arbeit.

WebHancer
WebHancer ist am ehesten sogenannte "Spyware" in dem Sinn, dass es selbst im Programm keine Werbung anzeigt, sondern nur Daten zum Surfverhalten sammelt. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass es keinen Einfluß auf die Funktionalität des "Wirtsprogrammes" hat. Und mit (aktuellem) "Ad-Aware" geht die restlose Entfernung problemlos, auch wenn sie einen Neustart beinhaltet.

OnFlow
Eine Art Browser-PlugIn zur besonderen Werbedarstellung, der dabei auch mehr Daten zum Anbieter schickt, als es der Browser selbst könnte. Inwieweit die Übermittlung der "Player"-Seriennummer etc. der angeblichen Nicht-Identifizierbarkeit entspricht, mag jeder selbst entscheiden. Sicherheitshalber kann man ggf. über die Entfernung mit Ad-Aware hinaus auch die Datei "ofStupIn.exe" löschen, soweit sie vorhanden ist.
Transponder
Ein Programm zum Öffnen von Werbebannern während des Surfens. Es reagiert auf die Surfgeschwindigkeit, sodass ein Zusammenhang zwischen Werbebanner und der grade besuchten Webseite nur vorgetäuscht wird. Ad-Aware (ab Version 5.6) erkennt und entfernt Transponder problemlos. Weitere Informationen: cexx.org.

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